Einsatzabteilung

B-2232 im Einsatz: Es brennt ein PKW
 

Wir,

das sind Rudower im Alter von 18 bis 60 Jahren.

Wir,

das sind 34 Frauen und Männer im ehrenamtlichen, aktiven Feuerwehrdienst.

Wir,

das sind Schüler, Studenten, Techniker, selbständige Unternehmer, Auszubildende, Arbeiter, Ingenieure, Angestellte, Beamte, …

Wir,

das sind Rudower Bürgerinnen und Bürger, die sich in einer der wohl ältesten “Bürgerinitativen” der Geschichte zusammengeschlossen haben.

80 % Rettungsdienst
17 % Technische Hilfeleistung und Umweltschutz
3 % Brandbekämpfung
Notfallrettungsdienst

Im Durchschnitt betreffen mehr als 80% aller Einsätze der Berliner Feuerwehr den Notfallrettungsdienst.

Der Notfallrettungsdienst umfasst den gebrochenen Arm genauso, wie z. B. den Herzinfarkt, die akute Unterzuckerung, Geburtshilfe, abgetrennte Gliedmaßen und akute Schwächeanfälle, aber auch Verletzungsfolgen aus Bränden oder Verkehrsunfällen.

In Rudow stehen für den Notfallrettungsdienst der

  • Rettungswagen RTW 5210/1, besetzt von hauptamtlichen Kräften der Feuerwache Buckow und der
  • Rettungswagen  RTW 5210/2, besetzt von den ehrenamtlichen „freiwilligen“ Kräften zur Verfügung.

Der RTW 5210/2I ist von Montag bis Freitag jeweils von 18.00 Uhr bis 5.00 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen durchgängig als Einsatzmittel alarmierbar. Er wird in der Regel jedoch erst alarmiert, wenn der Rettungswagen „Rudow eins“ und der Rettungswagen aus Altglienicke in anderen Einsätzen gebunden sind. Welcher Rettungswagen eingesetzt wird, entscheidet die Feuerwehrleitstelle. Ein Zentralcomputer berechnet, welches Fahrzeug am schnellsten am Einsatzort eintreffen wird und alarmiert dieses.

df 09.2014

Darüber hinaus wird der RTW 5210/2 bei besonderen Einsatzlagen, z. B. bei Ausnahmezuständen durch Glatteisbildung,  in Dienst genommen.

Freiwillige Feuerwehr Berlin Rudow

Technische Hilfeleistung und Umweltschutz

Neben dem Notfallrettungsdienst bildet die Technische Hilfeleistung den Schwerpunkt der Tätigkeit der Berliner Feuerwehr. Für Rudow bedeutet dies ein Einsatzaufkommen von monatlich etwa 30 Alarmierungen, bei denen Hilfeleistungen und Umweltschutzeinsätze unterschiedlichster Art durchgeführt werden. Angefangen bei der Beseitigung eines Ölflecks auf der Straße, über die Befreiung eingeklemmter Personen, das Öffnen von Türen, das Auspumpen von voll gelaufenen Kellern, die Rettung einer Person unter einem (U-Bahn-)Zug, bis hin zum Ausbringen einer Ölsperre auf dem Teltowkanal und der Bekämpfung des Austritts von Chemikalien reicht das Spektrum.

Zu diesem Zweck steht das Löschhilfeleistungsfahrzeuge LHF 5210/1 , ausschließlich von ehrenamtlichen „Freiwilligen“ Kräften besetzt, zur Verfügung.

Als zusätzliches Einsatzmittel steht der FF Rudow ein Mannschaftstransportfahrzeug MTF 5210/1 mit neun Sitzplätzen zur Verfügung. Das MTF dient als Führungsfahrzeug für den Einsatz von mehreren Berliner Freiwilligen Feuerwehren im Katastrophenschutzeinsatz der Brandschutzbereitschaften. Es kann jedoch auch für dienstliche Transportfahrten und bei der Ausbildung der Jugendfeuerwehr genutzt werden.

Freiwillige Feuerwehr Berlin RudowFoto: C. Abraham 2014

ca, df, st 09. 2014

Brandbekämpfung

Lediglich drei Prozent aller Einsätze der Berliner FEUERwehr betreffen noch die Brandbekämpfung. Für Rudow bedeutet dies, dass durchschnittlich achtmal im Monat ein unerwünschtes Feuer („Brand“) bekämpft werden muss. Dies umfasst den Wohnungsbrand einer Hochhausmietwohnung genauso, wie den Recycling-Sammelbehälter, die Wiese einer öffentlichen Grünanlage, das Einfamilienhaus oder ein Kraftfahrzeug.

Die Brandbekämpfung wird vom Löschhilfeleistungsfahrzeug LHF 5210/I und dem Tanklöschfahrzeug TLF 5210/1, ausschließlich von ehrenamtlichen „Freiwilligen“ Kräften besetzt, gesichert.

Berliner Feuerwehr Berlin RudowKomplettiert wird das Einsatzmittelaufgebot zur Brandbekämpfung mit dem Feuerwehranhänger Tragkraftspritze „FwA-TS 5210“. Dieser Anhänger beinhaltet eine Tragkraftspritze sowie alle Geräte, um einen Löschangriff vorzunehmen. Der Anhänger wird überwiegend für die Ausbildung der Jugendfeuerwehr Rudow genutzt, leistet jedoch auch zum Auspumpen von Kellern oder Baugruben sowie bei der Löschwasserförderung über lange Wegstrecken ausgezeichnete Dienste.

Katastrophenschutz

Eine seltene, jedoch unverzichtbare Aufgabe der Freiwilligen Feuerwehren Berlins stellt der Katastrophenschutz dar.

Zum Glück ist Berlin in den letzten Jahren und Jahrzehnten von extremer Bedrohung verschont geblieben, jedoch haben die Berliner Freiwilligen Feuerwehren bereits mehrfach in anderen Bundesländern ausgeholfen. Spektakuär bekanntgeworden sind die überörtlichen Einsätze 1996 an der Oder sowie 2002 und 2013 an der Elbe. Hierzu sind bei der Freiwilligen Feuerwehr Rudow ein Einsatzleitwagen ELW 1 5210 und ein Mannschaftstransportfahrzeug MTF 2 5210 im Dienst. Diese Fahrzeuge stellen bei Katastrophenschutzeinsätzen einen wichtigen Teil der Führungsstrukuren der Vierten Brandschutzbereitschaft des Landes Berlin (IV. BSB) dar.

df 04-2014

Einsatzbereitschaft

Die Einsatzbereitschaft wird rund um die Uhr von unseren engagierten, ehrenamtlichen Mitgliedern und der außerordentlichen Unterstützung derer Familien und Freunde gewährleistet.

Zusätzlich zu der „normalen“, den Lebensunterhalt sichernden Arbeit stehen die ehrenamtlichen Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Rudow in ihrer Freizeit – wann diese z. B. bei Schichtarbeitern auch sein mag – der Bevölkerung zur Verfügung.

Alarmierung

Die Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehr findet schon lange nicht mehr per Sirene (siehe Historisches) statt, sondern per tragbarem Funkmeldeempfänger.
Nach Alarmierung per DME (Digitaler Funk-Melde-Empfänger) muss das alarmierte Fahrzeug oder eventuell mehrere Fahrzeuge innerhalb von vier Minuten per Funk zum Einsatzort abgemeldet werden. Innerhalb dieser vier Minuten müssen die Freiwilligen Feuerwehrleute

  • von ihrem derzeitigen Aufenthaltsort (Bett, Kaffeetisch, Samstagsvormittagseinkauf etc.),
  • zur Feuerwache in Alt-Rudow gelangen (zu Fuß, per Fahrrad, Moped, Auto etc.),
  • die geeignete Schutzkleidung anlegen,
  • und schließlich die benötigten Funktionen in dem alarmierten Fahrzeug besetzen.

Wo die FF Rudow hilft

Der Ausrückebereich der FF Rudow umfasst in etwa den südlichen Bereich des Ortsteils Rudow im Bezirk Berlin-Neukölln. Nordwestlich wird er begrenzt von der Eisenbahntrasse der Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn, nordöstlich und östlich vom Bezirk Treptow-Köpenick mit seinen Ortsteilen Altglienicke und Johannisthal und südlich und westlich vom Landkreis Dahme-Spreewald (LDS) des Landes Brandenburg.

Letztendlich berechnet jedoch der Zentralcomputer der Feuerwehrleitstelle, welches Fahrzeug am schnellsten am Einsatzort eintreffen wird und alarmiert genau dieses. Ungeachtet, ob Berufs- oder Freiwillige Feuerwehr.

So ist sichergestellt, dass jeder schnellstmöglich Hilfe bekommt! So soll es sein!

df 04.2014

Freiwillige Feuerwehr Berlin Rudow